Advance Care Planning - Pilotprojekt

Ausbildung zum Gesprächsbegleiter für Advance Care Planning (ACP) - Behandlung im Voraus planen

 

Im neuen Hospiz- und Palliativgesetz (HPG) wurde in § 132 g SGB V das Angebot einer „Gesundheitlichen Vorsorgeplanung“ in Pflegeeinrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe verankert. Den Bewohnern und ihren gesetzlichen Betreuern/ Angehörigen kann eine Beratung zur gesundheitlichen Vorsorgeplanung angeboten werden, die von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert wird.

Inhaltlich beruht eine derartige Vorausplanung auf dem international etablierten Konzept des „Advance Care Planning (ACP) – Behandlung im Voraus planen“. Die Vorausplanung wird dabei als mehrzeitiger kommunikativer Prozess verstanden, innerhalb dessen die Wünsche der Bewohner an ihre zukünftige medizinische Behandlung ermittelt, anwendungstauglich dokumentiert und bei Bedarf aktualisiert werden. Qualifizierte Gesprächsbegleiter bieten die Gespräche, an denen möglichst der Bewohner, sein (zukünftiger) rechtlicher Vertreter, der Hausarzt und andere relevante Personen teilnehmen, an.
Ziel ist es, dass die Bewohner auch dann entsprechend ihren individuellen Wünschen behandelt werden, wenn sie sich selber nicht (mehr) zu ihrer medizinischen Behandlung äußern können.

 

Die 3-tägige Präsenzschulung ist konzipiert nach den Empfehlungen für ein nationales Mustercurriculum der Task-Force der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin zur Implementierung des §132g SGB V des Hospiz-und Palliativgesetzes.

 

Sie umfasst folgende Themenfelder:

  • Hintergrund zu Patientenautonomie, Stellvertreterentscheidung
  • Entwicklung von ACP
  • Rechtliche Grundlagen: Betreuung und Patientenverfügungsgesetz
  • Grundlagen Kommunikation und Gesprächsbegleitung
  • Elemente der Begleitungsgespräche
  • Rollenspiele
  • Dokumente: Archivierung, Zugriff und Transfer
  • Qualitätssicherung

 

Die Präsenzschulung gliedert sich in zwei Blöcke: Ein Einführungstag und zwei Tage Übung und Supervision in Gesprächsbegleitung.
Um sich als „Gesprächsbegleiter“ zertifizieren zu lassen benötigen Sie, zusätzlich zur 3-tägigen Schulung, dokumentierte Gesprächsbegleitungen.

Die Teilnahme an 3 Plenartreffen ist verpflichtend.

Bitte beachten Sie die ausführlichen Informationen zu Umfang und Teilnahmevoraussetzungen der Schulung. Info (pdf)

 

 

Ärzte, Sozialpädagogen, examinierte Pflegende und pädagogische Fachkräfte in Einrichtungen der Alten- und Behindertenhilfe mit mindestens 3-jähriger Berufserfahrung
€ 600,- für Präsenzschulung
€ 100,- pro Gesprächsbegleitung mit ACP Trainer
Plenartreffen sind kostenfrei
werden beantragt
Christophorus Akademie

Prof. Dr. Dr. med. Berend Feddersen

und Kollegen

 

 

17 N-20 III

05.10.2017 Einführung
20./21.12.2017 Übung und Supervision
Beginn: jeweils 9.00 Uhr
Ende: jeweils 17.30 Uhr
bis 17.08.2017
laufender kurs

 

 

 

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Stand: November 2017