Outcome-Messung in Palliative Care

Verbesserung des körperlichen, psychosozialen und spirituellen Wohlbefindens steht laut Weltgesundheitsorganisation im Mittelpunkt der Erhaltung der Lebensqualität für lebensbedrohlich erkrankte Menschen und ihre Angehörigen. Hierzu bedarf es zunächst einer Beurteilung und Neubewertung der körperlichen, psychosozialen und spirituellen Bedürfnisse und der Symptombelastung während des Krankheitsverlaufs, auf deren Grundlage die Symptomkontrolle und ganzheitliche Behandlung effektiv vorgenommen werden kann.
Für die Implementierung der routinemäßigen Beurteilung von Symptomen in der klinischen Praxis stehen seit einigen Jahren Fragebögen für die Selbst- und Fremdeinschätzung zur Verfügung. Diese patienten-bezogenen Outcomes (Symptome, Palliativbedürfnisse und Angehörigenbelastung) helfen, die Komplexität der Patienten zu beschreiben, Patienten in unterschiedlichen Einrichtungen zu vergleichen, aber auch diese Daten zur Einschätzung der Versorgungsqualität und -effizienz zu nutzen.

Der Workshop gibt eine umfassende Einführung in die Outcome-Messung, ihren Nutzen und ihre Herausforderungen im klinischen Alltag. Nach einem Überblick über vorhandene Verfahren und Fragebögen wird der Workshop anhand des Beispiels der Integrierten Palliative Care Outcome Scale (IPOS) Kernkompetenzen in der Anwendung und Auswertung von Outcome-Messung in unterschiedlichen Settings und Patientengruppen vermitteln.

Neueste Forschungsergebnisse sowie Beispiele zum Einsatz der Daten und Ergebnisse in der Versorgungsplanung, in Teambesprechungen sowie zur Qualitätssicherung werden dargestellt. Zum Abschluss werden Barrieren und ihre Überwindung bei der Einführung von Outcome-Messung in der Organisation besprochen.
Teilnehmende erhalten die Möglichkeit, sich untereinander und mit international erfahrenen Referenten über konkrete Probleme und Erfahrungen bei der Einführung von Outcome-Messung in ihrer Organisation auszutauschen.

 

Inhalte

  • Einführung in die Outcome Messung im Bereich Palliative Care
  • Übersicht über Fragebögen im Bereich Palliative Care mit Fokus auf der Intergrierten Palliative Care Outcome Scale (IPOS)
  • Was macht einen guten Fragebogen aus? Methoden der Validierung und Reliabilitätsprüfung
  • Anwendung von Fragebögen in der klinischen Praxis in unterschiedlichen Settings
  • Auswertung und Verwendung der Daten für Patientenmanagement, Teambesprechungen, Pflege- und Bedarfsplanung, für Audits im Rahmen der Qualitätssicherung, Nachweis der Effektivität palliativer Versorgung
  • Barrieren bei der Einführung routinemäßiger Outcome-Messung in der Organisation, Veränderungsmanagement und -strategien

Methoden
Impulsreferate, Diskussion, Fallarbeit, Rollenspiele, Reflexion des Gelernten und Übertragung in den eigenen Arbeitskontext ebenfalls in Kleingruppen.

 

Materialien aus dem Workshop werden zusammen mit Hintergrund- und weiterführender Literatur zur Verfügung gestellt.

 

 

Fachkräfte aus Medizin, Pflege, Physiotherapie, psychosozialen oder seelsorgerischen Arbeitsfeldern, die im Bereich Palliative Care oder in Nachbardisziplinen tätig sind; Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin, Pflegewissenschaft, Psychologie, Pädagogik oder verwandten Bereichen
Nachweis einer Qualifizierung in Palliative Care
€ 250,-
werden beantragt
Anrechnung möglich >>
Christophorus Akademie

Prof. Dr. med. Claudia Bausewein

Dr. Christina Ramsenthaler 
Dr. med. Eva Schildmann

 

18 L-18

01.02. bis 02.02.2018
Beginn: Donnerstag, 10.00 Uhr
Ende: Freitag, 15.00 Uhr
bis 21.12.2017 
Anmeldung >>

 

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Stand: November 2017