Projekte der bayerischen Hospiz- und Palliativakademien- Übersicht

Angebote für Berater zum Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht

Das Thema Patientenverfügung wird seit Langem kontrovers diskutiert. Im Juni 2009 wurde die gesetzliche Grundlage für das Vorsorgen im Krankheitsfall beschlossen. Bürgerinnen und Bürger, aber auch kranke Menschen und deren Angehörige suchen Rat und Unterstützung in Hospiz- und Palliativeinrichtungen für die Erstellung ihrer Verfügungen. Um eine angemessene und kompetente Beratungskultur zu fördern, unterstützte die Bayerische Stiftung Hospiz eine Initiative des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbands, Beraterschulungen an den Akademien anzubieten. Aus diesen Kursen hat sich ein Netzwerk gebildet, welches sich jährlich über die aktuellen Entwicklungen zu dem Themenkreis austauscht.
Da sich die Fragen Gesunder, die eine Verfügung erstellen möchten, deutlich von den Fragen (unheilbar) kranker Menschen unterscheiden, bieten die Akademien abgestimmt auf den fachlichen Hintergrund der Berater spezifische Schulungen an.
Die Angebote der anderen bayerischen Akademien finden Sie auf der jeweiligen Homepage (siehe Kooperationspartner).

 

Ethikprojekt der bayerischen Hospiz- und Palliativakademien

unterstüzt durch die Paula Kubitscheck-Vogel-Stiftung
Akademien sind – getreu ihrem antiken Ursprung  Orte, wo Freiräume entstehen durch die Bereitschaft zu denken, gesammeltes Wissen zu ordnen und zu relativieren, aus der Praxis für die Praxis Neues zu entwickeln.
Akademien haben sich seit den Zeiten Platons mit – „ethike techne“ – der Kunst oder Technik der Haltung beschäftigt.
Damit wird suggeriert, dass man Haltung, Ethik, lehren und lernen kann; das ist richtig und falsch zugleich.
Einstellung, Haltung formt sich und wird geformt. Aus den berufsspezifischen Kenntnissen und Ethiken  Medizinethik, Pflegeethik, theologische Ethik, Sozialethik – formt sich im Dialog der Fachkräfte die Fähigkeit, dem Ungewissen, Unplanbarem, manchmal Unerträglichen zu begegnen und damit professionell umzugehen.
Das Arbeitsfeld Palliative Care braucht den kritischen Blick auf Arbeitsinstrumente, Werkzeuge und zugleich den mutigen Blick auf eine Begründung beruflichen Handelns, die in der Lage ist, Empfindungen, Gedanken, Gesten, Atmosphären mit einzubeziehen.
Ethisches Denken formt und entgrenzt zugleich und befähigt so zu einem nachhaltigen Arbeiten an der Grenze.

Die vier Bayerischen Hospiz- und Palliativakademien sind dankbar, daß die Paula Kubitschek-Vogel-Stiftung durch ihre Förderung die zusätzlichen Seminarangebote zur Ethik ermöglicht.

Die Angebote der anderen bayerischen Akademien finden Sie auf der jeweiligen Homepage (siehe Kooperationspartner).

Zusätzliche Informationen